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Wärmepumpe

Heizen mit Umweltwärme

Eine Wärmepumpe nutzt Wärme aus der Umgebungsluft und macht sie mit Strom für Ihr Haus nutzbar. Ob sie zu Ihrem Gebäude passt, prüfen wir vorher, nicht nachher.

  • Gebäudecheck vor der Planung
  • Auslegung auf Heizlast und Vorlauftemperatur
  • Unterstützung bei der Förderung
  • Kombination mit Photovoltaik möglich

Funktioniert eine Wärmepumpe in meinem Haus?

Wenn Ihr Haus an einem kalten Tag mit einer Vorlauftemperatur von etwa 55 Grad oder weniger warm wird, ja. Das lässt sich mit der vorhandenen Heizung testen, bevor irgendetwas gekauft wird: Vorlauftemperatur schrittweise absenken und beobachten, welche Räume kühl bleiben. Das Baujahr allein sagt wenig.

Bleiben einzelne Räume kühl, ist das kein Ausschluss. Es ist die Information, welche Heizkörper getauscht werden müssen. Das betrifft meist zwei bis vier Räume, nicht das ganze Haus.

Wir führen diesen Test mit Ihnen durch, bevor wir ein Angebot machen. Er kostet nichts.

Wie hoch ist die Förderung für den Heizungstausch?

Über den KfW-Zuschuss 458 gibt es eine Grundförderung von 30 Prozent, einen Klimageschwindigkeitsbonus von derzeit 16 Prozent und einen einkommensabhängigen Bonus von bis zu 40 Prozent. Für Selbstnutzende sind zusammen bis zu 80 Prozent möglich, bezogen auf höchstens 28.000 Euro förderfähige Kosten für die erste Wohneinheit. Der maximale Zuschuss liegt damit bei 22.400 Euro.

Entscheidend ist die Reihenfolge: Der Antrag muss vor Vertragswirksamkeit gestellt sein. Wir arbeiten deshalb mit einer aufschiebenden Bedingung im Auftrag, damit Sie planen können, ohne den Zuschuss zu riskieren.

Der Klimageschwindigkeitsbonus läuft schrittweise aus. Die jeweils gültigen Sätze stehen mit Prüfdatum auf unserer Förderseite.

Für welche Gebäude eine Wärmepumpe infrage kommt

Wärmepumpen arbeiten umso effizienter, je niedriger die benötigte Vorlauftemperatur ist. Deshalb sind Gebäude mit Flächenheizung oder ausreichend großen Heizkörpern besonders gut geeignet.

Auch im Bestand ist eine Wärmepumpe häufig möglich. Entscheidend ist nicht das Baujahr allein, sondern die tatsächliche Heizlast und die vorhandene Wärmeverteilung. Genau das prüfen wir im Gebäudecheck.

Altbau und Neubau im Vergleich

Im Neubau ist die Auslegung meist unkompliziert, weil Dämmstandard und Flächenheizung von vornherein zusammenpassen.

Im Bestand schauen wir uns an, wie das Gebäude heute beheizt wird, welche Temperaturen im Betrieb tatsächlich nötig sind und ob einzelne Heizkörper getauscht werden sollten. Oft reichen gezielte Anpassungen statt einer Komplettsanierung.

Wie eine Wärmepumpe arbeitet

Die Wärmepumpe entzieht der Außenluft Wärme, hebt sie über einen Kältekreis auf ein nutzbares Temperaturniveau und gibt sie an das Heizsystem ab. Dafür benötigt sie Strom.

Das Verhältnis aus abgegebener Wärme und eingesetztem Strom bestimmt die Effizienz. Je besser Auslegung und Einstellung, desto günstiger fällt dieses Verhältnis aus.

Was die Kosten beeinflusst

Die Investition hängt von der benötigten Heizleistung, dem Aufwand für die Einbindung in das bestehende Heizsystem und möglichen Anpassungen an der Wärmeverteilung ab.

Im Betrieb entscheiden der Strompreis und die Effizienz der Anlage. Wer den Strom teilweise selbst erzeugt, senkt den Zukauf. Konkrete Zahlen nennen wir erst nach dem Gebäudecheck.

Zusammen mit Photovoltaik

Eine Wärmepumpe braucht Strom, eine Photovoltaikanlage erzeugt ihn. Diese Kombination ist der Grund, warum wir beide Systeme möglichst gemeinsam planen.

Die Anlagengröße wird dann nicht nur am Haushaltsstrom bemessen, sondern schließt den Heizstrombedarf mit ein.

Luft, Erdreich oder Wasser als Wärmequelle

In der Praxis fällt die Entscheidung fast immer zwischen Luft und Erdreich, und fast immer zugunsten der Luft. Nicht weil sie besser wäre, sondern weil sie ohne Erdarbeiten und ohne wasserrechtliche Prüfung auskommt.

  • Luft-Wasser-Wärmepumpe: keine Erdarbeiten, auf fast jedem Grundstück umsetzbar. Die Außeneinheit braucht einen Platz, der Abstands- und Schallvorgaben einhält. Der Wirkungsgrad sinkt an sehr kalten Tagen.
  • Sole-Wasser-Wärmepumpe mit Erdsonde: gleichmäßig hoher Wirkungsgrad über das Jahr, dafür Bohrung, Genehmigung und höhere Investition. Nicht überall zulässig, etwa in Wasserschutzgebieten.
  • Sole-Wasser-Wärmepumpe mit Flächenkollektor: günstiger als die Bohrung, braucht aber eine große unbebaute und unversiegelte Fläche.
  • Wasser-Wasser-Wärmepumpe: der beste Wirkungsgrad, aber an Grundwasserverhältnisse und eine wasserrechtliche Erlaubnis gebunden. In der Praxis der Ausnahmefall.

Schallschutz: der Punkt, an dem Projekte scheitern

Bei der Aufstellung im Freien entscheidet nicht die Technik, sondern der Schalldruckpegel am nächstgelegenen schutzbedürftigen Fenster des Nachbarn. Maßgeblich sind die Immissionsrichtwerte der TA Lärm, und der Nachtwert ist deutlich strenger als der Tageswert.

In dichter Reihenhaus- und Doppelhausbebauung ist das der begrenzende Faktor. Wir rechnen den geplanten Aufstellort vor der Montage durch, statt es auf einen Versuch ankommen zu lassen.

Wenn der Wert nicht eingehalten wird, gibt es drei Wege: ein Gerät mit niedrigerem Schallleistungspegel, ein anderer Aufstellort mit größerem Abstand, oder eine Schallschutzhaube. Alle drei stehen mit ihren Kosten im Angebot.

Was eine Wärmepumpe im Betrieb verbraucht

Der Stromverbrauch ergibt sich aus der Heizlast, der Vorlauftemperatur und der Jahresarbeitszahl. Die Jahresarbeitszahl sagt, wie viele Kilowattstunden Wärme aus einer Kilowattstunde Strom werden.

Sie ist keine Geräteeigenschaft, sondern das Ergebnis aus Gerät und Gebäude. Dasselbe Gerät erreicht in einem Haus mit 35 Grad Vorlauftemperatur einen deutlich besseren Wert als in einem Haus mit 60 Grad. Deshalb wird zuerst die Vorlauftemperatur gesenkt und danach das Gerät ausgewählt.

Genau hier liegt der Hebel der Kombination mit Photovoltaik: Eine Wärmepumpe nimmt über das ganze Jahr Strom ab, besonders in der Übergangszeit, wenn die Anlage noch gut liefert und trotzdem geheizt wird.

Häufige Fragen

Wärmepumpe: Ihre Fragen

In vielen Fällen ja. Entscheidend sind die tatsächliche Heizlast und die benötigte Vorlauftemperatur, nicht das Baujahr allein.

Im Gebäudecheck prüfen wir, ob und unter welchen Bedingungen eine Wärmepumpe für Ihr Haus sinnvoll ist. Wenn sie es nicht ist, sagen wir das.

Für den Heizungstausch bestehen staatliche Förderprogramme. Höhe und Bedingungen ändern sich jedoch, daher nennen wir konkrete Sätze nur mit Stand-Angabe.

Eine Übersicht mit Stand-Datum finden Sie auf unserer Förderseite. Im Beratungsgespräch prüfen wir, welche Programme für Ihr Vorhaben infrage kommen.

Nicht zwangsläufig. Oft genügt es, einzelne Räume anzupassen. Welche Maßnahmen nötig sind, ergibt sich aus der Heizlastberechnung.

Moderne Geräte sind im Betrieb deutlich leiser als frühere Generationen. Für Aufstellort und Abstand zum Nachbargrundstück gelten rechtliche Vorgaben, die wir bei der Planung berücksichtigen.

Für die Aufstellung einer Luft-Wasser-Wärmepumpe auf dem eigenen Grundstück ist in Nordrhein-Westfalen in der Regel keine Baugenehmigung erforderlich.

Einzuhalten sind die Abstandsvorschriften der Landesbauordnung und die Schallanforderungen der TA Lärm. Bei denkmalgeschützten Gebäuden kommt eine Abstimmung mit der Denkmalbehörde dazu, bei Erdsonden eine wasserrechtliche Erlaubnis.

Ja, als Hybridlösung. Die Wärmepumpe übernimmt den größten Teil des Jahres, der vorhandene Kessel springt an sehr kalten Tagen ein.

Ob das sinnvoll ist, hängt vom Alter des Kessels ab. Bei einem neuen Gerät kann es die richtige Entscheidung sein, bei einem 25 Jahre alten Kessel verschiebt es nur das Problem. Wir rechnen beide Varianten durch, statt eine davon zu setzen.

Moderne Geräte liegen im Betrieb in einer Größenordnung, die im Garten kaum stört. Entscheidend ist aber nicht der Wert am Gerät, sondern der Wert am Fenster des Nachbarn, und dort zählt die Nacht.

Deshalb ist der Abstand wichtiger als das Datenblatt. Eine Verdopplung des Abstands senkt den Pegel deutlich. Wir rechnen den konkreten Aufstellort durch und nennen Ihnen das Ergebnis vor der Beauftragung.

Ausbau und Entsorgung gehören zum Projekt und stehen im Angebot. Bei Öltanks kommt die fachgerechte Reinigung und Entsorgung dazu, die je nach Tankart und Zugänglichkeit unterschiedlich aufwendig ist.

Diese Positionen weisen wir getrennt aus, weil sie zu den häufigsten Nachträgen gehören, wenn sie im Angebot fehlen.

Der eigentliche Tausch dauert bei einem Einfamilienhaus üblicherweise zwei bis vier Arbeitstage. In dieser Zeit ist die Heizung zeitweise außer Betrieb, was wir bei der Terminplanung berücksichtigen.

Davor liegen Heizlastberechnung, Angebot, Förderantrag und Materialbeschaffung. Rechnen Sie ab dem Erstgespräch mit mehreren Wochen bis Monaten, vor allem wegen der Förderzusage.

Passt dazu

Weitere Leistungen

Diese Komponenten lassen sich mit Ihrem Vorhaben kombinieren.

Photovoltaik und Wärmepumpe

Eine Wärmepumpe braucht Strom, eine Photovoltaikanlage erzeugt ihn. Wer beides gemeinsam plant, nutzt einen größeren Teil des eigenen Stroms im Haus, statt ihn günstig einzuspeisen.

Photovoltaik

Eine Photovoltaikanlage erzeugt Strom dort, wo er gebraucht wird. Wir legen die Anlage auf Ihre Dachfläche und Ihren Verbrauch aus und übernehmen Planung, Montage und Anmeldung.

Energiemanager

Je mehr Komponenten zusammenkommen, desto wichtiger wird die Frage, wohin der erzeugte Strom fließt. Genau das entscheidet der Energiemanager, automatisch und in Echtzeit.

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