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Stromspeicher

Solarstrom dann nutzen, wenn Sie ihn brauchen

Eine Solaranlage produziert tagsüber, verbraucht wird vor allem morgens und abends. Ein Speicher überbrückt diese Lücke und erhöht den Anteil des selbst genutzten Stroms.

  • Größe nach Ihrem Verbrauchsprofil
  • Nachrüstung bestehender Anlagen möglich
  • Notstromfunktion optional
  • Einbindung ins Energiemanagement

Wie groß sollte der Speicher sein?

Als grober Startwert gilt rund eine Kilowattstunde je 1.000 Kilowattstunden Jahresverbrauch. Entscheidend ist aber nicht der Jahresverbrauch, sondern wie viel davon abends und nachts anfällt. Ein Haushalt, der tagsüber leer ist, braucht mehr Speicher als einer mit Homeoffice, bei gleichem Jahresverbrauch.

Ein Speicher nützt nur, soweit er tatsächlich geladen und wieder entladen wird. Einer, der selten voll wird, kostet trotzdem voll.

Wir legen die Größe am gemessenen Verbrauch aus und beziehen geplante Verbraucher wie Wärmepumpe oder E-Auto vorher ein.

Rechnet sich ein Speicher überhaupt?

Die Rechnung ist einfach: Jede Kilowattstunde, die durch den Speicher im Haus bleibt statt eingespeist zu werden, ist die Differenz zwischen Ihrem Arbeitspreis und der Einspeisevergütung von derzeit 7,70 Cent wert. Multipliziert mit den Zyklen über die Lebensdauer ergibt das den Gegenwert.

Deutlich sinnvoll ist ein Speicher, wenn der Haushalt tagsüber leer ist und abends viel Strom braucht, oder wenn ein E-Auto dazukommt.

Eher nicht sinnvoll bei kleinem Verbrauch mit hohem Tagesanteil und ohne absehbare Zusatzverbraucher. Dann ist das Geld in einer größeren Anlage besser angelegt.

Was ein Speicher bewirkt

Ohne Speicher fließt der Überschuss des Tages ins Netz und wird vergütet. Abends kaufen Sie Strom zurück. Ein Speicher verschiebt einen Teil dieser Energie in die Stunden, in denen der Haushalt sie tatsächlich braucht.

Wie groß dieser Effekt ist, hängt stark vom Verbrauchsprofil ab. Haushalte, die tagsüber wenig verbrauchen, profitieren deutlicher als solche, die ohnehin viel Strom am Tag nutzen.

Die richtige Größe

Ein zu kleiner Speicher ist abends leer, ein zu großer wird nie vollständig genutzt und verteuert die Anlage ohne Gegenwert.

Wir legen die Kapazität anhand Ihres Jahresverbrauchs, der Anlagengröße und Ihres Tagesprofils aus. Wenn eine Wärmepumpe oder Wallbox dazukommt, fließt das in die Berechnung ein.

Notstrom und Ersatzstrom

Manche Speicher können bei einem Netzausfall einzelne Verbraucher oder das ganze Haus weiterversorgen. Das ist technisch möglich, erfordert aber zusätzliche Komponenten und erhöht die Investition.

Ob das für Sie sinnvoll ist, besprechen wir offen. Notwendig ist es für den normalen Betrieb nicht.

Nachrüsten bei bestehender Anlage

Auch eine bereits installierte Photovoltaikanlage lässt sich in vielen Fällen mit einem Speicher ergänzen. Entscheidend sind der vorhandene Wechselrichter und die elektrische Situation im Haus.

Wir prüfen vorab, welche Variante bei Ihnen technisch und wirtschaftlich sinnvoll ist.

Was der Winter nicht leisten kann

Der häufigste Denkfehler beim Speicher ist der Wunsch nach Autarkie im Winter. An einem trüben Dezembertag erzeugt eine Anlage einen Bruchteil des Sommerertrags. Ein größerer Speicher ändert daran nichts, weil schlicht nichts da ist, was hineinpasst.

Ein Speicher verschiebt Ertrag innerhalb eines Tages, nicht über Monate. Wer im Winter unabhängiger sein möchte, braucht keinen größeren Speicher, sondern eine andere Wärmequelle oder eine größere Anlage.

Worauf es bei der Geräteauswahl ankommt

Die nutzbare Kapazität ist nicht dieselbe wie die Nennkapazität. Sie steht im Datenblatt und ist die Zahl, mit der gerechnet wird.

  • Nutzbare Kapazität in Kilowattstunden, nicht die Nennkapazität
  • Entladeleistung: Reicht sie für die Spitzen im Haushalt, etwa Herd und Wasserkocher gleichzeitig?
  • Garantierte Zyklenzahl und garantierte Restkapazität am Ende der Garantiezeit
  • Erweiterbarkeit: Sind dieselben Module später noch lieferbar und mit den vorhandenen kombinierbar?
  • Aufstellort: Temperaturbereich, Gewicht, Brandschutzanforderungen am vorgesehenen Platz
  • Notstrom- oder Ersatzstromfunktion, falls gewünscht. Das ist eine eigene Anforderung an Speicher und Elektrik.

Nachrüsten statt zu groß kaufen

Wenn unklar ist, ob in zwei Jahren ein E-Auto oder eine Wärmepumpe dazukommt, ist es oft besser, zunächst kleiner zu bauen und die Erweiterbarkeit zum Auswahlkriterium zu machen.

Voraussetzung ist, dass die Anlage von Anfang an darauf ausgelegt ist: passender Wechselrichter, Platz am Aufstellort, vorbereitete Leitungswege. Wir berücksichtigen das bei der Planung, auch wenn Sie zunächst ohne Speicher starten.

Häufige Fragen

Stromspeicher: Ihre Fragen

Ein Speicher erhöht den Eigenverbrauch. Ob sich die zusätzliche Investition rechnet, hängt von Ihrem Verbrauchsprofil und der Anlagengröße ab.

Wir rechnen die Variante mit und ohne Speicher durch, damit Sie den Unterschied sehen und selbst entscheiden können.

Hersteller geben für ihre Speicher eine Garantie auf eine bestimmte Anzahl von Ladezyklen oder Betriebsjahre. Die konkreten Bedingungen nennen wir im Angebot, weil sie sich je nach Produkt unterscheiden.

Üblich sind Keller, Hauswirtschaftsraum oder Garage. Der Raum sollte trocken und frostfrei sein. Den passenden Ort legen wir bei der Planung gemeinsam fest.

Hersteller geben üblicherweise eine Garantie über eine bestimmte Zyklenzahl oder eine Laufzeit, verbunden mit einer garantierten Restkapazität am Ende. Beide Werte stehen im Datenblatt und gehören verglichen.

Ein Speicher ist danach nicht defekt, er speichert nur weniger. Für die Rechnung ist die garantierte Restkapazität deshalb wichtiger als die reine Laufzeit.

Meist im Keller, im Hauswirtschaftsraum oder in der Garage. Wichtig sind ein Temperaturbereich innerhalb der Herstellervorgaben, ausreichend Tragfähigkeit und die Einhaltung der Brandschutzanforderungen.

In hochwassergefährdeten Lagen planen wir Speicher und Wechselrichter nicht in den Keller, sondern in ein höher gelegenes Geschoss. Ein Speicher, der unter Wasser stand, ist nicht reparabel.

Nur mit einer ausdrücklichen Notstrom- oder Ersatzstromfunktion. Ohne sie schaltet sich die Anlage bei Netzausfall ab, so wie es vorgeschrieben ist.

Ersatzstrom versorgt das Haus nach kurzer Unterbrechung weiter, Notstrom nur einzelne abgesicherte Steckdosen. Beides stellt eigene Anforderungen an Speicher und Elektrik und gehört vor der Auswahl besprochen.

Technisch ja, wirtschaftlich in den meisten Fällen nicht. Ohne eigene Erzeugung müsste der Speicher aus dem Netz geladen werden, und die Preisdifferenz zwischen Lade- und Entladezeit ist für private Haushalte derzeit zu gering.

Sinnvoll wird das erst mit einem dynamischen Stromtarif und einer entsprechenden Steuerung. Wir sagen Ihnen offen, wenn sich das in Ihrem Fall nicht rechnet.

Passt dazu

Weitere Leistungen

Diese Komponenten lassen sich mit Ihrem Vorhaben kombinieren.

Photovoltaik

Eine Photovoltaikanlage erzeugt Strom dort, wo er gebraucht wird. Wir legen die Anlage auf Ihre Dachfläche und Ihren Verbrauch aus und übernehmen Planung, Montage und Anmeldung.

Energiemanager

Je mehr Komponenten zusammenkommen, desto wichtiger wird die Frage, wohin der erzeugte Strom fließt. Genau das entscheidet der Energiemanager, automatisch und in Echtzeit.

Wallbox

Eine Wallbox lädt das E-Auto schneller und sicherer als die Haushaltssteckdose. In Verbindung mit einer Solaranlage laden Sie einen Teil davon mit Strom vom eigenen Dach.

Fragen zu Stromspeicher?

Wir sehen uns Ihr Haus und Ihren Verbrauch an und sagen Ihnen offen, was sinnvoll ist. Kostenlos und unverbindlich.