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Energiemanagement

Die Steuerzentrale Ihres Energiesystems

Je mehr Komponenten zusammenkommen, desto wichtiger wird die Frage, wohin der erzeugte Strom fließt. Genau das entscheidet der Energiemanager, automatisch und in Echtzeit.

  • Verteilt Strom nach Priorität
  • Verbindet PV, Speicher, Wärmepumpe und Wallbox
  • Auswertung über App
  • Grundlage für Überschussladen

Brauche ich überhaupt einen Energiemanager?

Wenn Sie nur eine Photovoltaikanlage haben, meistens nicht. Sobald aber zwei oder mehr steuerbare Verbraucher dazukommen, also Speicher, Wärmepumpe oder Wallbox, entscheidet die Steuerung darüber, wie viel Solarstrom tatsächlich im Haus bleibt.

Ohne Steuerung konkurrieren die Geräte um denselben Überschuss. Der Speicher lädt voll, während die Wärmepumpe gleich darauf Netzstrom zieht.

Mit Steuerung wird nach Priorität entschieden, und zwar nach Ihrer Priorität, nicht nach der Reihenfolge des Einschaltens.

Was bringt das konkret?

Der Energiemanager verschiebt Verbrauch in die Zeiten, in denen die Anlage liefert. Jede so verschobene Kilowattstunde ist die Differenz zwischen Ihrem Arbeitspreis und der Einspeisevergütung von derzeit 7,70 Cent wert.

Wie groß der Effekt ausfällt, hängt davon ab, wie viel verschiebbarer Verbrauch überhaupt vorhanden ist. In einem Haushalt mit Wärmepumpe und E-Auto ist das erheblich, in einem ohne beides kaum.

Was der Energiemanager übernimmt

Er misst laufend, wie viel Strom die Anlage erzeugt und wie viel der Haushalt gerade braucht. Aus der Differenz ergibt sich, ob Strom in den Speicher geht, die Wärmepumpe läuft, das Auto lädt oder eingespeist wird.

Ohne diese Steuerung arbeiten die Komponenten nebeneinander her. Mit ihr greifen sie ineinander.

  • Vorrang für den direkten Verbrauch im Haushalt
  • Überschuss lädt den Speicher
  • Bleibt danach Strom übrig, laufen Wärmepumpe oder Wallbox
  • Erst der Rest geht ins öffentliche Netz

Transparenz über die eigene Anlage

Über eine App sehen Sie, wie viel Strom erzeugt, direkt verbraucht, gespeichert und eingespeist wurde. Das macht nachvollziehbar, was die Anlage tatsächlich leistet.

Diese Daten helfen auch dabei, das eigene Verhalten anzupassen, etwa größere Verbraucher in sonnige Stunden zu legen.

Wann sich der Energiemanager besonders lohnt

Bei einer reinen Solaranlage ohne weitere Verbraucher ist der Nutzen begrenzt. Sobald Speicher, Wärmepumpe oder Wallbox dazukommen, steigt er deutlich, weil es dann tatsächlich etwas zu entscheiden gibt.

Wir sagen Ihnen offen, ob sich die Komponente in Ihrer Konstellation lohnt oder ob Sie darauf verzichten können.

Was ein Energiemanager im Alltag entscheidet

Die Anlage liefert gerade 4 Kilowatt, der Haushalt braucht 600 Watt. Wohin gehen die restlichen 3,4 Kilowatt? Genau diese Frage beantwortet der Energiemanager, tausendfach am Tag.

  • In den Speicher, wenn abends hoher Verbrauch erwartet wird
  • In die Wärmepumpe, um den Pufferspeicher vorzuwärmen, solange die Sonne scheint
  • In die Wallbox, wenn das Auto am Netz hängt und bis zum Abend geladen sein soll
  • In die Warmwasserbereitung über einen Heizstab, wenn sonst nichts abnimmt
  • Ins Netz, wenn alles andere gedeckt ist

Prognose statt Reaktion

Ein einfacher Regler reagiert auf den aktuellen Überschuss. Ein guter Energiemanager rechnet voraus: Wenn am Nachmittag Wolken angekündigt sind, lädt er den Speicher früher. Wenn morgen ein sonniger Tag erwartet wird, lässt er ihn abends tiefer entladen.

Dafür nutzt er Wetterprognose, den bisherigen Verbrauchsverlauf und die Ladeplanung des Fahrzeugs. Das ist der Unterschied zwischen einer Steuerung, die Überschuss verteilt, und einer, die den Tag plant.

Herstellerbindung ist die wichtigste Frage

Viele Energiemanager stammen von Herstellern, die auch Wechselrichter oder Speicher bauen. Innerhalb der eigenen Produktfamilie funktioniert dann alles reibungslos, bei Fremdgeräten wird es schnell eingeschränkt.

Deshalb klären wir vor der Auswahl, welche Geräte Sie bereits haben und welche noch dazukommen sollen. Ein System, das die Wärmepumpe nicht ansteuern kann, nützt in einem Haus mit Wärmepumpe nichts, egal wie gut die App aussieht.

  • Welche Wechselrichter, Speicher, Wallboxen und Wärmepumpen werden unterstützt?
  • Gibt es offene Schnittstellen, etwa Modbus oder EEBus, oder nur die herstellereigene Anbindung?
  • Funktioniert die Steuerung auch ohne Internetverbindung weiter?
  • Wo liegen die Messdaten, und kommen Sie an Ihre eigenen Daten heran?

Häufige Fragen

Energiemanager: Ihre Fragen

Nein. Eine Solaranlage funktioniert auch ohne. Sinnvoll wird er, sobald mehrere Verbraucher um den erzeugten Strom konkurrieren, also etwa bei Speicher plus Wärmepumpe plus Wallbox.

Nicht jede Kombination ist kompatibel. Genau deshalb wählen wir die Komponenten gemeinsam aus, statt sie nacheinander zusammenzustellen.

Ja, wenn die Grundinstallation darauf ausgelegt ist. Wir berücksichtigen bei der Planung, welche Erweiterungen Sie sich offenhalten möchten.

Die Grundfunktionen sollten lokal laufen, also die Verteilung des Überschusses zwischen den angeschlossenen Geräten. Prognosebasierte Funktionen brauchen dagegen eine Verbindung, weil sie die Wetterdaten abrufen.

Wir achten bei der Auswahl darauf, dass ein Ausfall der Internetverbindung nicht dazu führt, dass die Anlage nicht mehr sinnvoll arbeitet.

In der Regel ja. Voraussetzung ist, dass die vorhandenen Geräte über eine Schnittstelle ansteuerbar sind. Bei älteren Wechselrichtern und Wärmepumpen ist das nicht immer der Fall.

Wir prüfen vorher, was Ihre vorhandenen Geräte tatsächlich können, und sagen Ihnen offen, wenn eine sinnvolle Steuerung ohne Gerätetausch nicht möglich ist.

Erzeugung, Verbrauch, Speicherstand, Einspeisung und Netzbezug, jeweils aktuell und im Verlauf. Gute Systeme zeigen zusätzlich, welcher Verbraucher wann wie viel gezogen hat.

Das ist mehr als eine Spielerei: Erst wenn Sie den Verlauf sehen, erkennen Sie, wo sich eine Verschiebung lohnt.

Passt dazu

Weitere Leistungen

Diese Komponenten lassen sich mit Ihrem Vorhaben kombinieren.

Photovoltaik

Eine Photovoltaikanlage erzeugt Strom dort, wo er gebraucht wird. Wir legen die Anlage auf Ihre Dachfläche und Ihren Verbrauch aus und übernehmen Planung, Montage und Anmeldung.

Stromspeicher

Eine Solaranlage produziert tagsüber, verbraucht wird vor allem morgens und abends. Ein Speicher überbrückt diese Lücke und erhöht den Anteil des selbst genutzten Stroms.

Wallbox

Eine Wallbox lädt das E-Auto schneller und sicherer als die Haushaltssteckdose. In Verbindung mit einer Solaranlage laden Sie einen Teil davon mit Strom vom eigenen Dach.

Fragen zu Energiemanager?

Wir sehen uns Ihr Haus und Ihren Verbrauch an und sagen Ihnen offen, was sinnvoll ist. Kostenlos und unverbindlich.